Bremerhaven, 18. August 2025. Der BUND Unterweser begrüßt, dass die Politik und die planende Verwaltung der Stadt Bremerhaven nach fast zwei Jahren anhaltender Proteste gegen die Vernichtung von Bremerhavens ältesten Bäumen an der Bogenstraße von den ursprünglichen Bauplänen Abstand genommen haben. Die vor kurzem seitens der Stadt veröffentlichte Variante für den Neubau einer Grundschule mit Mensa und einer Dreifeldturnhalle würde den alten wertvollen Baumbestand schonen und entsprechend der vorliegenden Planung nur einige jüngere Baumexemplare tangieren, die ersetzt werden können.
„Wir sind uns sicher, dass nicht nur die Anwohner*innen, wie von Schuldezernent Hauke Hilz behauptet, aufatmen“, betont Maurice Müller, Sprecher der AG Stadtnatur im BUND Unterweser. „Auch für alle um das Stadtklima besorgten Menschen sowie die Kinder und Jugendlichen, die während der Schulzeit ein angenehmes Umfeld und später als Erwachsene eine lebenswerte Stadt brauchen, ist die Entscheidung für die vorgelegte Bauplanung ein Lichtblick.“ Nicht nur für das Stadtklima, sondern auch für die Artenvielfalt sei der Erhalt der alten Bäume an der Bogenstraße eine gute Nachricht. Doch der Schulbau an der Bogenstraße ist nicht der einzige Fall von Naturzerstörung in der Stadt, betont der BUND. Weitere Beispiele sind die geplanten Bauvorhaben zwischen Lotjeweg und Rybniker Straße, am Jägerhof, in der Wiesenstraße und der Weichselstraße. Müller: „Wenn im dicht besiedelten Raum die letzten Grünflächen beseitigt und bebaut werden, dann wird es in der Stadt zukünftig noch heißer. Politik und Verwaltung müssen für die notwendigen Bauvorhaben alternative Standorte finden, wo kein Grünverlust droht.“ Der Erhalt alter Bäume und von Grünflächen im Siedlungsbereich sei notwendig, damit Bremerhaven trotz Folgen des Klimawandels lebenswert bleibt. „Angesichts der Klimakrise und der 2018 von der Stadt beschlossenen Klimaanpassungsstrategie können wir solch gravierenden Eingriffe in das Stadtgrün nicht länger tolerieren“, bekräftigt Müller.