BUND Unterweser
© B. Quellmalz

Das Dorumer Moor

- eine gute Lebensstätte für Torfmoose, Moorlilien undKraniche

Auf unseren Flächen im Dorumer Moor finden sich vielfältige Lebensstätten für seltene Planzen und Tiere. Die früher nur selten beweideten Moor- und Heideflächen sind heute einen Rückzugs- und Erholungsraum als Gegenpol zu den fast „industriell“ geprägten Flächen der intensiven Landwirtschaft. Glücklicherweise gibt es aber auch heute noch Bauern, die für uns von Zeit zu Zeit die Pflege (Mahd) der Flächen übernehmen.

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Übergang von Heide zum Moor

Am Rande des in Jahrtausenden gewachsenen Dorumer Hochmoores wuchsen ursprünglich Heide, Gräser, Moose und Farne. Die Heide wurde mit Schnucken beweidet. Weiter westlich gelegene Flächen wurden zeitweise als Acker genutzt und liegen jetzt brach. Für die intensive Landwirtschaft heutiger Zeit sind Moorrandflächen oft nicht mehr nutzbar. Sie werden andernorts für Intensivwiesen und Monokulturen umgebrochen. Der BUND Unterweser hat hier Flächen erworben, um Derartiges zu verhindern und die natürliche Lebensgemeinschaft zu fördern. Gelegentlich werden Birkenbestände ausgelichtet und eine Mahd durchgeführt. Heide soll sich wieder stärker entwickeln. Am Rand fassen Moorpflanzen wie Moose, Sonnentau, Moorlilien (Ährenlilien) und sogar Lungenenzian wieder Fuß. Regelmäßig machen Kraniche auf ihrem Zug nach Südwesten beim Dorumer Moor eine längere Rast. Einige Paare brüten sogar hier.

Moorvernässung

Das ursprüngliche Hochmoor hatte eine Vegetation aus Moosen, verschiedenen Heidekräutern und Gräsern. Seit 300 Jahren wurden solche Moore durch Entwässerung der Nutzung zugänglich gemacht. Im Sommer wurde Torf zu Heizen abgebaut. Dazu sicherten sich auch Bewohner der Marsch (hier aus Dorum) geeignete Moorgebiete.

Mit dem Schließen von Gräben wird die Wiedervernässung der Flächen eingeleitet. Bäume wachsen dann nicht weiter; zum Moor gehörende Pflanzengemeinschaften entwickeln sich wieder, vor allem Torfmoose und ihre Begleiter (s.o.). Das Moor erwacht wieder. Wir setzen uns damit für die Wiederbelebung der moortypischen Artenvielfalt ein.

Hinzu kommt ein Beitrag zum Klimaschutz, denn der Torf wird nicht weiter zu Kohlendioxid zersetzt.