Grove-Wald und Bachlauf der Alt-Grove

Bachlauf im alten Quellwald

Die Wälder in der Talaue an der Grove südöstlich von Wehdel gehören zu den ursprünglichsten und zusammen mit den angrenzenden, oft feuchten Wiesen zu den vielfältigsten Lebensstätten im Elbe-Weser-Dreieck.

 

Der BUND Unterweser bemüht sich in Zusammenarbeit mit den Gemeinden um den Erhalt und die Entwicklung dieser Kleinode: So wurde ein alter, stark gewundener Grove-Bachlauf in einem zusammen mit Beverstedt erworbenem Auwald wiederbelebt; dieses gelungene Tun verdanken wir vor allem unseren verstorbenen Mitgliedern Rolf Döscher und Willy Wolff.

Und Schiffdorf hat eine Wiese für Eingriffskompensationen vernässt und extensiver Nutzung zugeführt. In der Grove wurden Kiesbetten geschüttet, so dass hier wieder Meerforellen und Neunaugen laichen. Selbst der scheue Schwarzstorch ist gelegentlich zu sehen.

Der BUND bemüht sich darüber hinaus in Zusammenarbeit mit Landwirten um gute Entwicklung der Ufer-Randstreifen an der Grove.

 

In den verschiedenen Wäldern wächst eine wunderschöne Pracht von bodendeckenden Frühjahrsblühern wie Buschwindröschen, Goldstern, Scharbockskraut, Moschuskraut, Einbeere, Waldhyazinthe und anderen Orchideen sowie sogar Hohen Schlüsselblumen.

Mancherorts wuchern auch Brennnesseln, Kletten-Labkraut und Brombeeren. Hinzu kommen Wilde Johannisbeeren, Kreuzdorn, Wildapfel und wunderschöne Eschen und Eichen.

Durch die extreme Witterung mit starken Herbststürmen der vergangenen Jahre sind viele Bäume geschwächt worden und zahlreiche umgestürzt. Das Totholz bleibt in unserem Wald für Käfer, Pilze und Asseln sowie Spechte liegen, denn zusammen mit Beverstedt haben wir den Wald für das Programm „Natürliche Waldentwicklung“ gemeldet. Er steht nun unter Naturschutz und darf nicht „bewirtschaftet“ werden.

 

© Bernd Quellmalz
© B. Quellmalz
© B. Quellmalz
© B. Quellmalz